FAQ - Fragen rund um Leerlaufregler und Lambdasonde

Leerlaufregler / Leerlaufsteller / Leerlaufregelventil

1. Was ist ein Leerlaufregler und was ist seine Funktion im Fahrzeug?

Leerlaufregler, Leerlaufsteller, Leerlaufregelventil, Leerlaufstellmotor, digitaler Linearsteller oder Schrittmotor für Leerlaufregelung – es gibt viele Namen für ein kleines Ersatzteil mit großer Wirkung.

Der Leerlaufregler ist zuständig für die Regulierung der Motordrehzahl und hält die untere Drehzahl, den Leerlauf, konstant. Wenn im Leerlauf eine plötzliche Veränderung des Motorlastzustands eintritt (beispielsweise durch Einschalten der Klimaanlage oder weiteres Zuschalten eines elektrischen Verbrauchers), wird zusätzlich Luft und Kraftstoff benötigt, um einen Motorstillstand zu verhindern.
Senkt sich die Motordrehzahl unter einen solchen kritischen Wert, wird das Magnetventil aktiviert und ein erhöhter Luftdurchsatz erreicht. Gleichzeitig wird die Öffnungszeit der Einspritzventile verlängert und dem Bedarf des Motors angepasst.

Der Leerlaufregler arbeitet heute üblicherweise elektronisch per Kurbelwellensensor, der die Drehzahl an ein Steuergerät meldet, und einem elektrischen Stellglied, das die Leerlaufdrehzahl nachregelt.

Typische Kennzeichen für einen defekten Leerlaufregler sind:  

  • Leerlaufdrehzahl zu hoch oder zu niedrig
  • Absterben oder Schwanken des Motors bei Leerlauf, so stark, dass der Motor ausgeht, beispielsweise vor der Ampel oder auch während der Fahrt, wenn kein Gas gegeben wird 
  • Absterben des Motors bei Leerlauf und Zuschalten eines zusätzlichen Verbrauchers 
  • Aufleuchten der Motorkontrollleuchte 

Wenn das Auslesen des Fehlerspeichers folgende Fehlercodes ergibt - 00533 oder 01257 (Leerlaufregelung Adaptionsgrenze unterschritten oder Ventil für Leerlaufstabilisierung unterbrochen) – sollten Sie über die Anschaffung eines neues Leerlaufreglers nachdenken. Denn ein defekter Leerlaufregler ist nicht nur lästig, sondern kostet auch zusätzlichen Kraftstoff. Achten Sie darauf, auch die Dichtung bzw. den Dichtungsring gleich auszutauschen, damit keine Luft gezogen wird.

Lambdasonden / Regelsonden / Diagnosesonden

2. Benzinfresser und Umweltsünder - Warum Sie die Lambdasonden regelmäßig prüfen sollten.

Aufgrund der gesetzlichen Abgasvorschriften haben heutzutage alle Fahrzeuge einen umweltfreundlichen Drei-Wege-Katalysator. Dieser sorgt dafür, wandelt die schädlichen Abgase in umweltverträgliche Gase um. Mit Hilfe des Katalysators werden die gesetzlich vorgeschriebenen Abgas-Emissionswerte eingehalten.
Seine Informationen erhält der Katalysator über das Motorsteuergerät, auch „Engine Control Unit“ oder kurz „ECU“ genannt.

Es handelt sich um einen Computer, der unter anderem die elektronische Einspritzanlage steuert und das ideale Luft-Kraftstoff-Verhältnis einstellt. Dieses ideale Mischungsverhältnis ist entscheidend, denn nur dann kann der Katalysator optimal arbeiten.

Wichtige “Boten” für das Motorsteuergerät sind die Lambdasonden, den sie messen vor und hinter dem Katalysator. Sie werden auch „Sauerstoffsonden“ oder englisch Oxygen Sensor genannt.

Man unterscheidet 2 Typen:
1. Die Regelsonde, die vor dem Katalysator installiert wird.

Die Regelsonde misst den Restsauerstoffgehalt im Abgas. Dieser sagt viel über die Zusammensetzung des verbrannten Luft-/ Kraftstoffgemischs aus.
Je nachdem, wie hoch der Restsauerstoffgehalt im Abgas ist, erzeugt die Lambdasonde eine niedrige oder eine höhere Spannung, die als Signal an die Motorsteuerung weiterleitet wird.
Die Motorsteuerung nutzt diese Information, um das Kraftstoff-Luftgemisch mit dem Gemischbildner einzustellen.

2. Die Diagnosesonde, die sich hinter dem Katalysator befindet. 
Die Aufgabe der Diagnosesonde besteht darin, die Arbeit der Regelsonde und des Katalysators zu kontrollieren. Stellt die Motorsteuerung anhand dieses Messergebnisses fest, dass der Katalysator nicht richtig arbeitet, leuchtet eine Warnmeldung in der Konsole auf.

Die Lambda-Sonden sorgen für einen optimalen Kraftstoffverbrauch und können den Benzinverbrauch um 10-20% senken. Außerdem erhöhen sie die Lebensdauer des Katalysators.

Lambdasonde defekt?
Wie jedes Autoersatzteil, so unterliegt auch die Lambdasonde einem gewissen Verschleiß. Nicht zuletzt, weil sie aufgrund ihrer Einbaulage im heißen Abgastrakt hohen Temperaturen, Vibration und chemischen Verbindungen ausgesetzt ist.
Typische Schäden sind:

  • Überhitzung durch Verbrennungsstörungen, ungenauer Zündzeitpunkt oder falsche Steuerzeiten; 
  • chemische Alterung wegen häufiger Kurzstreckenfahrten; 
  • Verschmutzung am Sondenkörper durch unverbranntes Öl. 

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